Pfr. Böhmländer in Cham eingeführt

Pfr. Böhmländer erhält den Kirchenschlüssel
Bildrechte: Gabriele Dahlmann

Cham: Jetzt ist er da! Seit Sonntagnachmittag (29.7.2018) hat die evangelische Kirchengemeinde Cham wieder einen Pfarrer. In einem Festgottesdienst, an dem Pfarrer aus dem ganzen Pfarrkapitel teilnahmen, wurden Roland Böhmländer und seine Ehefrau Erika herzlich begrüßt. Trotz großer Hitze war die Erlöserkirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele wollten ihren neuen Pfarrer persönlich willkommen heißen. Das Ehepaar sind keine Unbekannten, denn vor ihren Jahren in Amberg an der Paulaner Kirche waren sie viele Jahre in der Gemeinde in Zwiesel und da es zum Dekanat gehört, bestanden auch Kontakte zu Cham.

Dekan Walter Kotschenreuther freute sich sichtlich, mit Böhmländer wieder einen Kollegen an seiner Seite zu haben, für ihn als Dekan war es schon eine stressige Zeit, alle für die Gemeinde zuständig zu sein, wenn in der Zeit auch die beiden Lektorinnen ihm nach ihren Möglichkeiten zur Seite standen. Diese Zeit hat nun ein Ende. Er sagte, er wünschte seinem Kollegen, dass er zwischen den Stühlen sitze, denn das sei für einen Pfarrer nicht der schlechteste Platz. Böhmländer hatte zu seinen Segensassistenten seinen jüngsten Sohn und Michael Baltes, den er vor Jahren in Cham getraut hatte, Gabriele Dahlmann, da sie ihn als erste in Cham begrüßte, Pfarrer Bernd Schindler aus Amberg und die Seniora des Pfarrkapitels Tamara Stampka aus Zwiesel. Zusammen mit dem Dekan segneten sie den neuen Pfarrer mit selbst ausgesuchten Segensgrüßen. Im Anschluss wurde dem „Neuchamer“ der große Schlüssel zur Erlöserkirche überreicht. Eine sehr schöne Geste war, dass der Dekan die „Pfarrersfrau“ ebenfalls segnete.

Für den weiteren Gottesdienst, die Predigt und das Heilige Abendmahl und die Verabschiedung war danach der neue Pfarrer in guter evangelischer Tradition zu- ständig. In seiner ersten Chamer Predigt sagte er, dass er über die freudige Aufnahme sehr glücklich sei. Er legte seiner Predigt Jeremia, der von Gott gerufen wurde, zu Grunde. Dieser sagte zu Gott: „Hier bin ich, rede Herr, dein Knecht hört“. Dieses habe er von Anfang an spüren. Jeremia rang mit Gott, bis er zu Boden fiel. Auch die Menschen ringen mit Gott um den Weg des Lebens in seinem Sinne zu führen. Gott habe in der Taufe sein unveränderliches Ja zu den Menschen gesagt und auch er, Roland Böhmländer, habe diese Ja erlebt und erlebe es immer wieder neu. Er habe erlebt, wie die Pfarrstelle Cham auf ihn zukam. Er fragte sich, ob er diesen Weg gehen sollte, dabei hatte er Hilfe von Menschen, die ihm zur Seite standen, und als seine Frau auch dazu Ja sagte, war seine Bewerbung auf die Stelle unterwegs. „Ganz gleich wo ich bin, wichtig ist, dass ich Gott höre und sein Ja verstehe“.

Der Chor der Gemeinde Cham, unter der Leitung von Margarete Hetzelein, der Posaunenchor, mit Unterstützung aus anderen Gemeinden, unter der Leitung von Willi Schramm und der Organist Hajo Maier gestalteten den Festgottesdienst musikalisch. Nach dem Gottesdienst ging es zum Kennenlernen und zur Begrüßung aus Politik und Kirche. Der Chor erfreute auch hier mit einige Liedern und der Bezirkskantor Aurel von Bismarck spielte am Keyboard für seinen ehemaligen Pfarrer. Viele Willkommensgeschenke wurden dem Pfarrerehepaar überreicht. Dabei auch Informationen über Cham, ein Buch über das Redemptoristen Kloster, die neue Einheitsbibel, einen Kirchenführer von St. Jakob und weitere schöne Liebesgaben.

Gruß- und Willkommensworte sprachen: Bürgermeisterin Karin Bucher, stellvertretender Landrat Franz Reichhold, Pfarrer Kazimierz Pajor, St. Josef, Martina Altmann, St. Jakob, Pater Wolfgang für das Kloster, Elke Scholz, Präsidentin der Dekanatssynode, und die Seniora des Pfarrkapitels Bayerwald, Pfrin. Tamara Stampka

Das letzte Wort hatte Roland Böhmländer. Er sagte, dass er sich auf seine neue Aufgabe freue, und wenn er nun in den nächsten Tagen hierherziehe, würde er auch seinen Terminkalender im Smartphone auf den neuesten Stand bringen. Danach hatten alle Zeit für ein paar Worte an ihren neuen Seelsorger. Dabei erhielt das Ehepaar Böhmländer von Altbürgermeister Leo Hackenspiel zwei Ehrenkarten für das Volksfest.

 

Text und Bild: Gabriele Dahlmann