Eine gelungene Premiere feierte unser neues Format "Talksow-Gottesdienst"
Unter dem großen Motto der Jahreslosung „Gott spricht: siehe, ich mache alles neu“ ging es um Neuanfänge im Leben.
Durchsetzt war der Gottesdienst, wie in einer Talkshow, mit Jingles (wieder einmal gekonnt: Ruth Spitzenberger an der Orgel). Pfarrer Nagel wandte sich auch öfter mal an die „Regie“, zum Beispiel im Eingangsgebet.
Recht bald wurden dann die Gäste präsentiert, die von ihren ganz eigenen Neuanfängen im Leben berichteten: Steffi Rackl, die nach einer niederschmetternden Diagnose frühverrentet wurde und jetzt, wenn sie in Brutapparaten für andere Eier ausbrütet, ihre Zeit und Kräfte selbst einteilen kann. Timothy Nabulwa, in Uganda geboren und aufgewachsen, berichtete von seinen Schwierigkeiten und Rückschlägen, in Deutschland trotz bester Ausbildung Fuß fassen zu können. Patrick Hemmert war schon mit 20 Jahren als Soldat im Auslandseinsatz, da war jede Rückkehr ein Neuanfang, und besonders dann die erste Zeit nach der Bundeswehr.
Von Pfarrerin Nagel nach Erfahrungen und Hilfen bei sämtlichen Neuanfängen gefragt, nannten alle drei übereinstimmend sofort Familie und Freunde, zusätzlich dazu Gottvertrauen, neue Projekte und im Fall von Timothy Nabulwa die Sprache zu lernen und Arbeit zu finden. Mit großem Beifall zollte das zahlreiche Publikum Respekt für den Mut, den die drei Gäste mit ihren Beiträgen gemacht haben. Während der Interviews wurde vielen klar, wie viele kleine und große Neuanfänge jedes Leben begleiten, und dass doch viel mehr machbar ist, als man sich im Moment vorstellen kann.
Die zuversichtliche Stimmung ging dann in die „Publikumsbefragung“ über: die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten Anliegen nennen, die Pfarrerehepaar Nagel spontan in Fürbitten vor Gott brachten.
Nach einem gemeinsamen Segenslied nutzen viele noch die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen, über Neues und Altes.
Der nächste Talkshow-Gottesdienst findet am 19. April um 9.30 Uhr statt.